Diskriminierung benennen.
Betroffene unterstützen.Gleichbehandlung umsetzen.

Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) wurde 2007 gegründet und ist der Dachverband unabhängiger Antidiskriminierungsberatungsstellen.

Die Mitgliedsorganisationen des advd verfügen über langjährige Erfahrung in der Antidiskriminierungsarbeit mit besonderem Schwerpunkt auf der Beratung und dem Empowerment von Betroffenen. Auf Grundlage ihrer direkten Arbeit mit den Ratsuchenden haben die Mitglieder die Beratungsstandards des advd kontinuierlich weiterentwickelt. Alle Mitglieder verpflichten sich nach diesen gemeinsam erarbeiteten Standards zu arbeiten. Die Beratung ist gesetzlich im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verankert.

Unsere Arbeit


Als Fachverband fördern wir professionelle Antidiskriminierungsberatung und entwickeln fachliche Standards.


Wir vernetzen und qualifizieren Antidiskriminierungsberatungsstellen und entwickeln das Arbeitsfeld kontinuierlich weiter.


Durch das Lagebild Antidiskriminierung machen wir Diskriminierung und die Arbeit der Beratungsstellen sichtbar.


Wir setzen uns politisch wie z.B. durch Kampagnen für einen besseren Diskriminierungsschutz ein.


Mit unseren Projekten stärken wir die Antidiskriminierungsarbeit bundesweit.

Werte & Ziele

Wir setzen uns für eine gelebte Antidiskriminierungskultur in Deutschland ein. Dazu gehören, Diskriminierung als gesellschaftliche Realität anzuerkennen und Menschen sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene darin zu unterstützen, wirksam dagegen zu handeln und diskriminierende Strukturen nachhaltig zu verändern. Wir arbeiten daran, Antidiskriminierung als Querschnittsaufgabe in Politik, Verwaltung und Gesellschaft zu verankern. Unser Ziel ist es, Diskriminierung sichtbar zu machen, Handlungskompetenzen zu stärken und diskriminierende Strukturen zu verändern.

Was uns wichtig ist

Gelebte Antidiskriminierungskultur

Wir fördern eine Kultur, in der Diskriminierung als gesellschaftliche Realität anerkannt wird. Wir stärken das Bewusstsein für Benachteiligungen, ermöglichen das Sprechen über Diskriminierung und fördern Handlungskompetenzen auf individueller und institutioneller Ebene.

Betroffenenperspektive & Empowerment

Diskriminierung entsteht vor dem Hintergrund historisch gewachsener Machtverhältnisse. Wir vertreten konsequent die Perspektiven von Betroffenen und stärken insbesondere strukturell benachteiligte Menschen und Gruppen.

Fachverband Antidiskriminierungsberatung

Als Fachverband fördern wir die Professionalisierung der Antidiskriminierungsberatung, entwickeln Fachstandards weiter und qualifizieren Berater*innen. Gleichzeitig begleiten wir den Aufbau nachhaltiger Unterstützungsstrukturen.

Flächendeckende Unterstützungsstrukturen

Die Verantwortung für Gleichbehandlung liegt häufig einseitig bei Betroffenen. Wir setzen uns für niedrigschwellige, wohnortnahe, kostenlose und unabhängige Antidiskriminierungsberatung ein, die Betroffene stärkt und parteilich unterstützt.

Dialogische Interessenvertretung

Wir betreiben Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit und fördern den Austausch mit Politik, Behörden, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen.

Mitgliedsorganisationen

Die Mitgliedsorganisationen des advd sind unabhängige, zivilgesellschaftlich getragene Antidiskriminierungsberatungsstellen, die nach gemeinsamen Beratungsstandards arbeiten.

Unsere Mitglieder erkennen an, dass Diskriminierung ein strukturelles Problem ist, das sich in individuellen Fällen zeigt und auf historisch gewachsene Machtverhältnisse zurückgeht.

Täglich setzen sich unsere Mitgliedsorganisationen dafür ein, Menschen zu unterstützen, die Diskriminierung erleben. Sie beraten, begleiten und stärken Betroffene dabei, ihre Rechte wahrzunehmen und Diskriminierung entgegenzutreten.

Mitglied werden

Der advd steht Organisationen offen, die sich mit den Zielen des Verbandes identifizieren und selbst Antidiskriminierungsberatung anbieten – oder ein entsprechendes Angebot perspektivisch aufbauen möchten.

Die Geschäftsstelle

In der Geschäftsstelle arbeiten 17 Mitarbeitende in Teil- und Vollzeit mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen aus den Rechtswissenschaften, Sozial- und Politikwissenschaften, der Pädagogik sowie weiteren relevanten Disziplinen.

Die Vielfalt an Perspektiven und Erfahrungen im Team bildet die Grundlage für eine qualifizierte und praxisnahe Antidiskriminierungsarbeit. Die Mitarbeitenden bringen unterschiedliche gesellschaftliche Positionierungen und Perspektiven ein. Diese Vielfalt stärkt eine diskriminierungssensible sowie machtkritische Herangehensweise.

Als bundesweiter Dachverband ist der advd eng mit seinen Mitgliedsorganisationen und weiteren Akteur*innen vernetzt. Der kontinuierliche Austausch mit zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen in ganz Deutschland sichert die Weiterentwicklung von Angeboten, Standards und Konzepten.

Leitung und Vorstand

Eva AndradesGeschäftsführung
Ilka Simonstellvertretende Geschäftsführung
Aretta MbarukUniversität Bremen
Ari BraunAntidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB Sachsen)
Constanze SchnepfIBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.
Franziska KöhlerADA Bremen
Özgür YıldırımSpiegelbild e.V.

Jobs

Trainer*innen für Module der Grundausbildung Antidiskriminierungsberatung

Durchführung einzelner Trainingsmodule und Begleitung von Reflexionsgesprächen im Rahmen der Grundausbildung zum/zur Antidiskriminierungsberaterin beim advd.

Arbeitsort: Deutschlandweit, teilweise in Präsenz und im Rahmen von Ausbildungsmodulen

Arbeitsumfang: Freiberufliche Tätigkeit auf Honorarbasis für einzelne Module und Formate

Bewerbungsfrist 06.03.2026


Trainer*innen für inhaltliche Module, Kollegiale Fallberatung und Aufbaumodule

Durchführung von Trainingsmodulen, kollegialer Fallberatung sowie Aufbaumodulen im Rahmen der Ausbildungsreihe „Community-basierte Beratung`` des advd.

Arbeitsort: Deutschlandweit, in Präsenz und online je nach Modul

Arbeitsumfang: Freiberufliche Tätigkeit auf Honorarbasis für einzelne Module und Trainingsformate

Bewerbungsfrist 09.03.2026


Mitarbeiter*in für psychosoziale Fachberatung und Krisenintervention

Beratung und Krisenintervention für Ratsuchende sowie Mitarbeit in der Projektarbeit und Netzwerkarbeit. Zusätzlich umfasst die Tätigkeit die Aufnahme von Anfragen, Informationsweitergabe und die Mitgestaltung von Inhalten.

Arbeitsort: Berlin, psychosoziales Beratungszentrum mit Arbeit vor Ort und in Projekten

Arbeitsumfang: Teilzeit, mindestens 29 Stunden pro Woche

Bewerbungsfrist 09.03.2026